Repräsentatives Bild.
Frage: Hi! Ich weiß nicht, wie ich beschreiben soll, was in meinem Leben passiert. Seit drei Jahren bin ich mit meiner Freundin zusammen. Letztes Jahr sind wir zusammengezogen, und danach habe ich besorgniserregende Seiten an ihr entdeckt. Mehrfach fehlten große Summen aus meiner Brieftasche. Zuerst verdächtigte ich unser Hausmädchen und versteckte die Brieftasche sicher in Schublade oder Schrank. Doch die Diebstähle hörten nicht auf. Nur wir beide hatten Zugang. Nach langem Zögern fragte ich sie, ob sie das Geld genommen hat. Zuerst leugnete sie, gab dann aber zu, ab und zu welches zu nehmen. Kürzlich hob ich 20.000 Rs. für die Miete ab und lagerte es in der Schublade. Am Zahlungstag war alles weg. Bei der Konfrontation gab sie zu, es für ihre Kreditkartenrechnung gebraucht zu haben und mir vergessen zu haben, Bescheid zu sagen. Ich war fassungslos. Ansonsten ist sie fürsorglich, charmant und das Leben der Party – ich liebe sie über alles. Sie hat sich entschuldigt, doch kann ich ihr noch vertrauen? Was soll ich tun?
– Anonym
Antwort von Kamna Chhibber: Solche Situationen sind hochgradig beunruhigend und können Beziehungen nachhaltig belasten. Ihr Misstrauen ist absolut verständlich. Angesichts Ihrer langen gemeinsamen Zeit und fehlender anderer Konflikte lohnt es sich, die Ursachen zu ergründen.
Die Gründe sind möglicherweise nicht sofort ersichtlich, doch entscheidend ist, dass Sie eine gemeinsame Lösung anstreben. Zeigen Sie ihr Ihre Unterstützung – das motiviert sie, die Hintergründe offenzulegen. Wenn Sie allein nicht weiterkommen, holen Sie professionelle Hilfe: Ein Therapeut kann Ursachen aufdecken und Wege aufzeigen.
Vermeiden Sie Vorwürfe, die Misstrauen verstärken. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf eine konstruktive Problemlösung.
Kamna Chhibber ist Leiterin des Bereichs Psychische Gesundheit und Verhaltenswissenschaften bei Fortis Healthcare.
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