Frage: Ich bin 33 Jahre alt und kämpfe mit einem ernsten Problem: Ich lüge gewohnheitsmäßig, ohne es immer zu merken – sei es privat oder beruflich. Oft ohne Grund, nicht nur um Schwierigkeiten zu vermeiden. Diese Gewohnheit hat mein Leben zerstört: Meine Freundin hat mich verlassen, Freunde und Kollegen halten Abstand. Ich habe versucht, es zu kontrollieren, scheitere aber. Eine Therapie ist derzeit unmöglich. Können Sie mir Übungen oder Strategien vorschlagen? – Anonym Antwort von Kamna Chhibber: Der erste Schritt zur Veränderung ist die bewusste Anerkennung des Problems – den haben Sie bereits gemeistert. Als Leiterin der Abteilung für psychische Gesundheit und Verhaltenswissenschaften bei Fortis Healthcare rate ich dringend zu professioneller Beratung, die einen strukturierten Weg bietet.
Da das aktuell nicht möglich ist, starten Sie klein: Wählen Sie eine spezifische Situation oder Person und versprechen Sie sich, dort absolut ehrlich zu sein. Setzen Sie das konsequent um, bevor Sie es erweitern. Rutschen Sie in alte Muster ab? Kehren Sie geduldig zurück.
Immer wenn eine Lüge in den Sinn kommt, fragen Sie sich: "Ist das nötig? Welchen Nutzen hat es?" Nehmen Sie sich Pausen, um rational zu entscheiden. Dieser Prozess braucht Zeit – seien Sie nachsichtig mit sich. Holen Sie sich Unterstützung von einem Vertrauten oder rufen Sie eine Hotline für psychische Gesundheit an.
Kamna Chhibber ist Leiterin (psychische Gesundheit) der Abteilung für psychische Gesundheit und Verhaltenswissenschaften bei Fortis Healthcare.
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