Frage: Ich bin eine 35-jährige Frau, seit sieben Jahren verheiratet. Ich liebe meinen Mann sehr, fühle mich aber nicht sexuell zu ihm hingezogen. Auch andere Männer interessieren mich nicht sexuell. Eine Freundin meinte, ich könnte Frauen attraktiv finden – doch auch das hat nichts gebracht. Unser Sexleben ist langweilig, ich simuliere jedes Mal Genuss, doch es fühlt sich schrecklich an. Er ahnt nichts und denkt, ich sei glücklich. Ich will das nicht zerstören. Nach einem Artikel über Asexualität frage ich: Bin ich asexuell? Wie kläre ich das? Ich bin verloren und deprimiert. – AnonymAntwort von Dr. Rachna Khanna Singh, HOD für Ganzheitliche Medizin und Psychologie am Artemis Hospital, Gurgaon:
Vielen Dank, dass Sie Ihr Anliegen teilen. Als erfahrene Psychologin und Medizinerin mit langjähriger Praxis in Beziehungs- und Sexualitätsthemen verstehe ich Ihre Unsicherheit voll und ganz.
Asexualität beschreibt den Zustand, keine sexuelle Anziehung zu Personen zu empfinden – bei oft starker emotionaler Bindung. Das ist eine legitime Orientierung und kein Defizit.
In einer Ehe wie Ihrer kann sexuelle Inkompatibilität jedoch emotionale Distanz schaffen. Basierend auf meiner Expertise rate ich dringend zu einer professionellen Beratung bei einem Sexualtherapeuten. Diese Experten führen vertrauliche Sitzungen und helfen, Ihre Sexualität klar zu definieren – frei von jahrelanger Verwirrung.
Zusätzlich: Lassen Sie hormonelle Werte und Lebensstilfaktoren vom Hausarzt oder Gynäkologen prüfen, da diese das Verlangen stark beeinflussen.
Sobald Sie Klarheit haben, sprechen Sie ehrlich mit Ihrem Mann. Offene Kommunikation und Paartherapie können Ihre Beziehung stärken und Stress reduzieren.
Ich wünsche Ihnen den Weg zur inneren Ruhe. Für weitere Gespräche vereinbaren Sie einen Termin mit einem qualifizierten Berater.
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