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Unerwartete Schwangerschaft: Allein mit Baby Nr. 2 – Meine wahre Geschichte als Mutter

Unerwartete Schwangerschaft: Allein mit Baby Nr. 2 – Meine wahre Geschichte als MutterAn einem kühlen Samstagmorgen zeigte der Schwangerschaftstest ein schwaches Plus – Schock, Angst und Trauer übermannten mich. Die größte Freude einer Frau hatte sich in einen Fluch verwandelt. Mein Mann war seit über einem Jahr berufsbedingt im Ausland, ein Ausbleiben der Periode konnte nur auf einen anderen Mann hindeuten.
Dieser andere Mann war verheiratet, ein Soldat, der seine Frau innig liebte. Doch er war der charmannteste Mensch, den ich kannte. Tage wurden zu Wochen, Wochen zu Monaten – fast 20 Monate lang waren wir (heimlich) zusammen. Das Schicksal wollte es so: Wir trafen uns, verliebten uns, liebten uns – und eine Pille danach konnte die starke Anziehung zwischen uns nicht aufhalten.

Er war der Erste, mit dem ich über die Schwangerschaft sprechen wollte. Doch zeitliche Einschränkungen durch seine Familie machten es schwierig, ihn zu erreichen. Nach einem Jahr allein mit meinem 2-jährigen Kind – seit mein Mann ins Ausland gegangen war – konnte ich das nicht nochmal allein stemmen. Ich hatte finanzielle Mittel, doch litt unter der schlimmsten Form der Armut: Einsamkeit.
Als ich es ihm sagte, bat er mich, ruhig zu bleiben, versicherte mir seine Unterstützung. Er blieb per Telefon nah, bot finanzielle Hilfe an und zeigte unglaubliche Geduld, obwohl ich ihn oft zur Verzweiflung trieb. Er fragte sogar, ob er kommen solle (er lebte in einem anderen Bundesstaat), wusste aber, dass ich nein sagen würde. Anrufe beschränkten sich auf Bürozeiten; die Nächte blieben kalt und einsam. Ich kämpfte tapfer, doch selbst Starke brauchen eine Schulter zum Anlehnen. Da kam der schönste Mann meines Lebens: mein Sohn.

Mein Kleiner liebte mich bedingungslos – ich war für ihn Mutter und Vater in einem. In seinen unschuldigen, engelsgleichen Augen las ich: „Mama, ich verurteile dich nicht, du bist mein Held.“ Mit Tränen in den Augen umarmte ich meinen kleinen Mann fest. Die Natur hatte uns durch die Nabelschnur verbunden, unsere Bindung machte uns unzerbrechlich stark!

An jenem Wochenende machte ich meinen „Fehler“ rückgängig – allein. Stattdessen spielten wir unseren Lieblingssport: Fußball mit meinem süßen Kleinkind. Da dachte ich an die beiden Männer und erkannte „Gefälligkeitsliebe“: Der eine ließ mich wegen seiner Karriere allein mit Kind zurück, der andere brauchte mich nur, wenn er einsam war.

Genau dann kam der Ball geflogen – und ich trat zu!
(Von GraceAnn)