Frage: Mein Mann zieht jeden Tag seine Freunde der Familie vor. Wir streiten uns oft darüber, doch er ändert nichts an seinen Gewohnheiten. Besonders schlimm: Sie trinken täglich. Ich möchte seine Familie warnen, da sie glauben, er trinke gar nicht. Aber ich fürchte schwere Konsequenzen und dass er sich gegen mich wendet. Bitte helfen Sie mir.Antwort von Dr. Ishita Mukerji: Ihre Situation wirft wichtige Fragen auf: das Trinkverhalten Ihres Mannes und Ihre Sorge vor Konsequenzen, wenn Sie seine Familie informieren.
Partner von Personen mit regelmäßigem Alkoholkonsum fühlen sich oft mitschuldig oder glauben, sie könnten das Problem lösen. Das ist jedoch falsch – niemand verursacht das Trinkproblem eines anderen. Schuldzuweisungen helfen nicht, das eigentliche Problem anzugehen.
Hier sind bewährte Tipps aus meiner langjährigen Beratungserfahrung:
- Nehmen Sie sich Zeit für ein ruhiges Gespräch. Wählen Sie einen passenden Moment, nähern Sie sich verständnisvoll und teilen Sie Ihre Sicht mit Empathie.
- Zeigen Sie reale Beispiele negativer Folgen, z. B. Geschichten aus Ihrem Umfeld oder von Vorbildfiguren, die Ihr Mann respektiert und die ähnliche Probleme überwunden haben.
- Betonen Sie die Bedeutung der Familie und warnen Sie vor dem Verlust enger Beziehungen durch übermäßigen Alkoholkonsum.
- Lassen Sie Ihre Angst nicht die Gesundheit Ihres Mannes gefährden. Entscheiden Sie, was priorisiert werden muss: Verbesserung oder Stillstand aus Furcht.
- Kommunizieren Sie konsequent, einfühlsam und dialogorientiert – vermeiden Sie Konfrontationen.
Dr. Ishita Mukerji – Kaleidoskop
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