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Partner verbirgt Depression und Zwangsstörung: So gehen Sie als Paar damit um – Rat einer Expertin

Partner verbirgt Depression und Zwangsstörung: So gehen Sie als Paar damit um – Rat einer ExpertinAnfrage: Hallo, ich bin seit acht Monaten in einer festen Beziehung mit meinem Freund, und wir lieben uns. Sein Verhalten war von Anfang an wechselhaft: Mal war er fröhlich und munter, mal reagierte er tagelang nicht auf Nachrichten oder Anrufe und meinte, er sei schlecht drauf.

Bei einem kürzlichen Streit habe ich seine Stimmungsschwankungen angesprochen. Da gestand er mir, dass er unter klinischer Depression und Zwangsstörung (OCD) leidet. Ich bin fassungslos. Psychische Erkrankungen sind für mich kein Tabu, aber ich hätte nie so mit ihm gestritten, wenn ich es gewusst hätte. Wir sind 27 und 28 Jahre alt und planten eine gemeinsame Zukunft, inklusive Vorstellung bei den Eltern. Er gab mir nie einen Hinweis darauf.

Er beteuert, nichts mehr zu verbergen, doch jetzt fehlt mir das Vertrauen. Ich liebe ihn, weiß aber nicht, ob ich das reif handhaben kann. Bitte Rat. – Anonym

Antwort von Rachana Awatramani: Psychische Gesundheit ist ein zentrales Thema für Individuen, Gemeinschaften und Gesellschaften weltweit. Die WHO definiert sie als „einen Zustand des Wohlbefindens, in dem jeder Einzelne sein Potenzial entfalten, mit normalen Lebensbelastungen umgehen, produktiv arbeiten und zur Gemeinschaft beitragen kann“. Sie ist ein unverzichtbarer Teil der menschlichen Gesundheit. In Indien spitzt sich die Krise dramatisch zu, wie Umfragen von Instituten, Behörden und Medien belegen.

Ich verstehe Ihren Schock: In einer ernsten Beziehung mit Heiratsplänen offenbart Ihr Partner plötzlich Depression und OCD. Sie fühlen sich schuldig, weil Sie ohne dieses Wissen gestritten haben – und das trotz offener Haltung zu psychischen Themen. Nun misstrauen Sie ihm.

Psychische Erkrankungen werden leider oft stigmatisiert, ignoriert oder mit Aberglauben belegt. Statt Hilfe zu bieten, meiden viele Betroffene. Es erfordert enormen Mut, sich zu öffnen. Dass er es Ihnen erzählt hat, zeigt tiefes Vertrauen und den Wunsch nach Ihrer Unterstützung. Erwägen Sie eine Paartherapie oder begleiten Sie ihn zu Sitzungen. Misstrauen ist verständlich, doch Akzeptanz ist hier gefragt. Vertrauen in Beziehungen braucht Zeit und gegenseitiges Engagement für eine gesunde Partnerschaft.

Falls Sie überfordert sind, informieren Sie sich: Lesen Sie zu Depressionen und OCD bei Partnern, konsultieren Sie Fachleute oder greifen Sie zu Büchern wie „ABC der psychischen Gesundheit“.

Rachana Awatramani ist beratende Psychologin in Mumbai.

Suchen Sie Rat für Ihre Beziehung? Schreiben Sie an: expertadvice.toi@gmail.com