Repräsentatives Bild Frage: Hallo! Ich bin seit sechs Jahren verheiratet, und mein Mann und ich kannten uns fünf Jahre davor. Vor der Hochzeit kannte ich seine Familie und Freunde gut, doch danach änderte sich ihre Haltung mir gegenüber. Mein Mann ist sonst sehr unterstützend, aber bei Konflikten mit seiner Mutter stellt er sich immer auf ihre Seite. Ich spüre, dass seine Eltern und Schwester versuchen, ihn gegen mich aufzubringen – vergeblich, da unser Band stark ist. Einmal hörte ich, wie meine Schwiegermutter sich über mich beschwerte, und er schwieg. Als ich ihn fragte, meinte er, es helfe nichts. Bei hitzigen Auseinandersetzungen greift er sofort ein und unterstützt sie. Das schafft Spannungen zwischen uns und belastet meine Psyche. Was soll ich tun? Wie mache ich es ihm klar? – Anonym Antwort von Dr. Kedar Tilwe: Liebe Leserin, es klingt, als hätten Sie Erfahrungen mit dem klassischen 'erweiterten Familienkreis' gemacht. Viele Paare kämpfen mit den emotionalen Dynamiken, Machtspielen und Anpassungsschwierigkeiten in solchen Systemen.
Verstehen Sie: Die Familie Ihres Mannes passt sich an die 'neue Person' an, die sie als Kontrollierende ihres Sohnes/Bruders sieht. Es ist natürlich, dass sie ihn beschützen wollen. Durch die Heirat übernahmen Sie Rollen als Ehefrau und Schwiegertochter, was stressig sein kann und Vorurteile aufdeckt – auch in sich selbst.
Holen Sie sich Unterstützung: Zuerst Ihr Mann, aber privat. Fordern Sie ihn zu kleinen Schritten auf, für Sie Partei zu ergreifen, statt großer Gesten. Zeigen Sie Ihrer Familie Ihre Hingabe am Sohn – durch kleine Gefallen oder gemeinsame Interessen, um Vertrauen aufzubauen. Bei Eskalation: Suchen Sie einen lokalen Psychologen.
Dr. Kedar Tilwe, Facharzt für Psychiatrie und Sexualmedizin, Fortis Hospital, Mulund
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