Frage: Hallo, ich bin 18 Jahre alt und Student der Ingenieurwissenschaften. Es ist mir sehr peinlich, das zuzugeben, aber ich fühle mich sexuell zu meiner Mutter hingezogen. Ich kann mich nirgendwo konzentrieren und sehe sie in jeder Frau. Ich schäme mich zutiefst, habe sogar Löcher in ihren Waschraum gebohrt und würde gerne mit ihr schlafen. Ich weiß, dass das falsch ist, finde aber keine Lösung für diese Besessenheit. Bitte helfen Sie mir. – Von AnonymAntwort von Yati Shah: Vielen Dank, dass Sie diesen mutigen Schritt gehen und Ihre Gefühle mit uns teilen. Ich verstehe, wie verwirrend und belastend das für Sie sein muss.
Die Teenagerjahre sind eine herausfordernde Phase, geprägt von Themen wie Körperbild, Selbstwert, Studienstress oder dem Bedürfnis nach Anerkennung. Viele junge Männer erleben in der Pubertät eine Anziehung zu ihrer Mutter – oft verblasst sie, manchmal bleibt sie. Solche Gefühle sind keine Seltenheit und nichts völlig Unnatürliches. Wichtig ist jedoch: Handlungen wie das Bohren von Löchern sind absolut inakzeptabel und können zu schweren Konsequenzen führen, wie instabilen Beziehungen oder anhaltenden Schuldgefühlen.
Sobald Sie Ihre Gefühle akzeptieren, können Sie aktiv dagegen vorgehen. Sie haben bereits den ersten Schritt gemacht – das zeigt Stärke.
Beginnen Sie damit, destruktives Verhalten zu stoppen: Decken Sie die Löcher mit Zeitung, Stoff oder ähnlichem ab. Lenken Sie Ihre Energie in positive Aktivitäten: Melden Sie sich im Fitnessstudio an, treten Sie einem Sportverein bei oder reisen Sie. Befriedigen Sie sexuelle Bedürfnisse durch geeignete Medien, respektieren Sie aber stets die Würde Ihrer Mutter.
Bei Bedarf konsultieren Sie einen Sexualberater, Psychiater oder Psychoanalytiker. Therapie kann Obsessionen effektiv lösen und Grenzen in Beziehungen wahren.
Yati Shah ist beratende Psychologin bei der IWill Therapy App von EpsyClinic.
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