„Ding Dong, Glockenmuschi ist im Brunnen. Wer hat sie reingesteckt? Mein kleiner Papa dünn. Wer hat sie herausgezogen? Meine kleine Mama Stout.“
Dies war das erste Kinderlied, das mein Vater mir vorsang. Mein Lehrer forderte mich immer wieder auf, die richtigen Wörter zu sagen, doch ich stockte – denn zu Hause hatte ich genau diese Version gelernt. Trotzdem gewann ich den ersten Preis für mein Vortragen. Vermutlich beeindruckte die Jury mein Selbstvertrauen und meine Kreativität.
Obwohl ich den Preis holte, erkannte mein Vater: Kinder papageien, was sie hören – oft unabsichtlich, aber lernbegierig. Die Jahre verflogen, ich wurde Mutter dreier Buben, mein Vater zum stolzen Opa.
In meiner Rolle als Mama riet er mir nun: Vor Kindern auf Worte und Ton achten. Wie so viele Großeltern.
18 Monate wartete ich sehnsüchtig auf das erste „Mama“. Jeden Tag flüsterte, sang ich es meinen Kindern vor – bis es endlich kam. purer Jubel! Mein Mann strahlte bei seinem „Papa“.
Eines Mittags aßen wir zu zweit. Unser Sohn Mitaksh stürmte herbei, meine Müslischüssel kippte um – und mir entfuhr das vierbuchstabige Wort „SHIT“.
Weißt du, was passierte?
Er lispelte fröhlich: „Oh Mamaaa shhhit“.
Mein Mann Rahul und ich wechselten verlegene Blicke: Nächstes Mal vorsichtiger!
Jede Elternschaft kennt solche Patzer. Auch Sie sicher.
Mit drei Söhnen habe ich reichlich Erfahrung.
Vor Tagen zündete ich die Diya im Mandir an und sang „Om Namah Shivaya“. Mein Jüngster Maullik, neu dabei, faltete die Hände und wiederholte es klar und seelenvoll. Stolz dachte ich: Unbewusst vermittle ich Spiritualität.
Und der Dritte? Gestern summte ich mit Tochter Mehar auf dem Schoß „Apna Time Aayega“ aus Gully Boy.
„Apna time aaega…“ – schon unterbrach sie: „Mama aayyyega aaayegaaa“.
Glück gehabt, dass ich nicht das ganze Lied sang – sonst hätte ich wieder ein unpassendes Wort eingepflanzt.
Ich googlte: „Kinder zeigen Echolalie – sie wiederholen Gehörtes. Normal bis 30 Monate, danach prüfen.“ Als erfahrene Mutter mit drei Kindern kann ich das bestätigen: Es ist Teil der Sprachentwicklung.
Mit zunehmender Technik hören Kinder noch schärfer zu. Sei wachsam!
Meine Mutter warnte: Kein Lispeln vor Kindern – sie ahmen es nach und stocken.
Liebe Mamas und Zukünftige: Bereitet euren Kindern eine starke Sprachbühne. Sie werden die Leader von morgen sein – gute Redner, großtätige Menschen.
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