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Ich dachte, mein Mann liebt mich nicht mehr – bis Dengue alles veränderte

Ich dachte, mein Mann liebt mich nicht mehr – bis Dengue alles veränderteMein Mann und ich waren im Kino. Er holte eine Wanne gemischtes Popcorn. Kaum hatte ich hineingegriffen, starrte ich ihn wütend an: „Weißt du nicht, dass ich Karamell nicht mag? Du merkst nicht mal solche Kleinigkeiten. Ich glaube, du liebst mich nicht mehr.“

Zu Valentinstag wollte ich wie meine Freundinnen auf Facebook ein romantisches Dinner. Er lachte und meinte, an einem Werktag sei es schwierig, er würde es versuchen. Ich wartete vergeblich, brach in Tränen aus: „Selbst am Valentinstag hast du keine Zeit für mich. Du liebst mich nicht mehr.“


Eines Tages musste ich einkaufen. Er versprach, direkt nach der Arbeit dazuzustoßen. Wie so oft verspätete er sich wegen der Arbeit. Wütend rief ich an: „Deine Arbeit ist dir wichtiger als ich. Ich bin nie deine Priorität. Du liebst mich nicht mehr.“
Solche Szenen gab es öfter im Alltag. Immer sagte ich ihm das Gleiche, und er lächelte nur: „Werd erwachsen, schau aufs Große Ganze.“


An einem Arbeitstag wurde mir plötzlich übel. Meine Temperatur zeigte 104 Grad. Ich rief ihn an: „Mir geht's nicht gut.“

Ich kenne Husten, Schnupfen und Fieber, doch diesmal fühlte es sich anders an. Er raste nach Hause, fuhr mich zum Arzt. Der verschrieb Tests und Fiebersenker; Ergebnisse kamen am nächsten Tag.

Die Nacht war die Hölle – ich glühte wie auf einem Scheiterhaufen. Er kühlte mir Stirn, Hände und Beine, maß ständig die Temperatur. Ich lag wie ein Baby in seinen Armen, erbrach sogar über ihn – er lächelte nur: „Keine Sorge, bald geht's dir besser.“


Am Morgen war mir schwindelig, alles dunkel. Ich bat um Licht. Die Diagnose: Dengue-Fieber.

Ins Krankenhaus. Zehn Tage Albtraum: 50 Infusionen, tägliche Blutabnahmen, Scans, Todesnachrichten um mich herum.

Mitten darin mein Mann – mein Anker. Sein Lächeln, seine Hand: „Keine Angst, ich bin hier.“ Er wich nicht von meiner Seite, fütterte mich selbst, wachte bei jeder Bewegung auf. Er, der sonst mit zehn Weckern nicht hochkommt, flüsterte Gebete an meinem Bett. Zweimal brach ich zusammen; sein entsetztes, dann erleichtertes Gesicht, Tränen: „Geh nie weg, bitte.“


Tage im Bett, ich sah ihn an und dachte: „Wie könnte mich jemand mehr lieben?“

Die Krise ist vorbei, ich bin wieder fit. Er vergisst immer noch Favoriten, lässt mich warten. Aber eines hat sich geändert: Ich sage ihm nie mehr, dass er mich nicht liebt.

- Von Shringi Shrivastava