Repräsentatives BildIch wachte an jenem Tag zu den sanften Klängen der Natur auf. Der Himmel hing grau und wolkenverhangen über der Stadt, und dicke Regentropfen perlten am Fenster meines Schlafzimmers herab. Es erfüllte mich mit tiefer Ruhe.
Solche regnerischen Tage sind meine Favoriten. Ich war allein zu Hause, da meine Eltern meine kranke Großmutter besuchten. Mein Plan: Genießen Sie den Tag mit einer Tasse Tee und dampfenden Nudeln.
Beim Durchstöbern meiner Bollywood-Film-Sammlung piepste mein Handy. Eine SMS von meiner Freundin: Wir müssten die Hallenkarten für unsere 12. Board-Prüfung bis 15 Uhr im College-Büro abholen. Meine Prüfungen waren nur noch 10 Tage entfernt – mein gemütlicher Tag war passé. Ich machte mich hastig fertig und eilte los.
Auf den Straßen glänzten überall Wasserpfützen. Regen macht mich ungern nass, alles fühlt sich chaotisch an. Doch ich erreichte das College, holte meine Karte und war erleichtert: Das Prüfungszentrum lag nah an meinem Zuhause.
Ich verstaute die Karte sicher in meiner Tasche und hastete zur Bushaltestelle. Der Regen wollte nicht nachlassen, Straßen standen unter Wasser. Die Stadt drohte zum Erliegen zu kommen. Die Haltestelle quoll über vor Menschen.
Ich ließ volle Busse fahren, stieg dann doch in einen überfüllten ein und quetschte mich durch. Plötzlich vibrierte mein Handy: Mama rief an, besorgt wegen des Wetters. Nachrichten berichteten von Überschwemmungen. "Komm schnell heim!", drängte sie. Ich beruhigte sie, doch mein Halt nahte.
Ich drängelte mich zur Tür, stieg aus – und merkte: Der Reißverschluss meiner Tasche stand offen. Beim Wegstecken des Handys näherte sich ein durchnässter Mann mittleren Alters.
Ich ignorierte ihn und ging weiter, spürte aber seinen Blick. Ich beschleunigte, spähte unter meinem Schirm nach: Er folgte mir! Panik stieg auf. Mein Haus war nah, doch ich wollte ihn nicht hinführen. Ich winkte eine Rikscha.
Im Fahrzeug perlte Schweiß auf meiner Stirn – im Regen! Zu Hause zahlte ich, da stand er wieder da. Er hatte der Rikscha gefolgt! Herzrasen. Unser Wachmann fehlte, wie immer.
Ich rannte die Treppe hoch, klingelte bei meiner frisch verheirateten Nachbarin, die wie eine große Schwester für mich ist. Ich stürmte hinein: "Tür zu! Ein Stalker verfolgt mich!" Schockiert hörte sie zu. Dann klopfte es.
Ich zitterte: "Nicht öffnen!" Ihr Mann war im Büro, Telefonnetz wegen Regen tot. Klopfen wurde lauter. Sie holte Chilipulver, Nudelholzer – vorbereitet. "Ich öffne nur die Sicherheitstür", sagte sie mutig.
Es war er. Bevor sie schrie, sprach er leise: "Ihre Hallenkarte ist im Bus rausgerutscht." Er reichte sie ihr. Klar: Beim Telefonat und Drängeln im Bus, Tasche offen – weg war sie.
Scham überflutete mich. Ich entschuldigte mich überschwänglich, dankte ihm. "Du bist im Alter meiner Tochter", lächelte er. Kein Dank nötig. Wir boten Tee an, doch er musste heim. "Viel Glück bei den Prüfungen!"
Meine Nachbarin lachte: "Kein Stalker, ein Engel! Er ist durch den Regen gelaufen, um dir zu helfen." Tatsächlich rettete er mich vor Chaos ohne Karte.
Wir lachten über meine Panik und dankten dem Schicksal für diesen Retter.
- Von Pari