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Die magische Schokolade in Opa's Tasche: Unvergessliche Kindheitserinnerungen

Die magische Schokolade in Opa s Tasche: Unvergessliche KindheitserinnerungenRückblickend waren die Sommerferien bei meinen Großeltern mütterlicherseits die schönsten Tage meiner Kindheit. Ihr wunderschönes Haus mit dem gepflegten Garten und der einladenden Terrasse – unser Treffpunkt bei Stromausfällen – barg ungezählte Freuden. Dort saßen wir abends, schlürften Saft und jagten lachend die Mücken. Die endlosen Plaudereien meiner Mutter, Tante und Großmutter, unterbrochen von unseren Spielen, prägten den Rhythmus unseres Urlaubs. Der Duft köstlicher Speisen hing ständig in der Luft. Diese Erinnerungen wecken in mir eine tiefe, positive Nostalgie, die Worte kaum fassen können. Mit den Jahren wurden die Besuche seltener und kürzer, bis zum traurigen Tod meiner Großmutter vor sechs Jahren alles endete. Sie sah mich noch an einem der besten Ingenieurinstitute des Landes studieren, verpasste aber meinen Abschluss und den ersten Job bei einem renommierten Unternehmen.
Die Wärme jener Ferien leuchtete in Lachen und Lächeln. Mein Opa, den wir liebevoll Nana nannten, verwöhnte uns über alle Maßen – oft zum Missfallen meiner Mutter und Tante. Jeden Morgen weckte er uns mit Päckchen Chips und unserer Lieblingsschokolade. Die Chips warf er uns zu, um unsere 'Fangfähigkeiten' zu testen, während die Pralinen verlockend aus seiner Hemdtasche lugten. Ein Blick hinein, und das Jagdspiel begann: Wir Kinder galoppierten hinter ihm her, sprangen hoch, um den ultimativen Morgenschatz zu ergattern. Darauf folgte der scheinbar zornige Protest meiner Mutter und Tante, die Karies fürchteten. Opa lächelte nur schelmisch, ohne Erklärung – als hätte er ein kleines 'Verbrechen' begangen und es genossen.

Bei meinem Jobwechsel nutzte ich zehn freie Tage, um Opa zu besuchen. Trotz seines hohen Alters blieb er stur unabhängig, pflegte den Garten, den Großmutter geliebt hatte, mit Hilfe einer Haushälterin und Köchin. Das Haus wirkte friedlich, doch fast melancholisch – als vermisste es unser Lachen und Großmutters Präsenz. Beim Berühren ihrer Füße spürte ich Reue über seltene Besuche. Opa führte mich mit demselben warmen Lächeln in 'mein Zimmer', unverändert seit meiner Kindheit.
Eine Welle der Wehmut überflutete mich, als Erinnerungen hochwogten. In jener Nacht schlief ich ein wie ein Stein. Am Morgen weckte Opa mich sanft. Noch benommen blickte ich auf – und da war es: Das vertraute Funkeln in seinen Augen, die Lieblingsschokolade lugte aus seiner Tasche.

Geschrieben von: Awantika Rukhaiyar