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Auf dem Weg zur Selbstakzeptanz: Meine Reise mit Haarausfall und innerer Stärke

Auf dem Weg zur Selbstakzeptanz: Meine Reise mit Haarausfall und innerer StärkeJeden Morgen wachte ich auf, stellte mich vor den Spiegel und spürte diese quälende Gewissheit: Nichts würde je wieder so sein wie früher. Diese Erkenntnis verfolgte mich neun lange Jahre. Doch mit der Zeit, und durch Gottes Gnade, gewöhnte ich mich an dieses falsche Ich, an diesen trügerischen Anblick. Die unerschütterliche Unterstützung meiner Liebsten, die mir versicherten, nie von meiner Seite zu weichen, gab mir Trost.

Plötzlich, an einem ganz normalen Tag, hielt mir eine dieser geliebten Personen unabsichtlich einen Spiegel vors Gesicht. In diesem Moment wurde mir klar: Normalität gehörte nicht zu mir. Es war Zeit, das Versteckspiel aufzugeben. Dieser Augenblick ließ all die mühsamen Monate der Selbstakzeptanz zunichte, in denen ich versucht hatte, mein Leben so anzunehmen, wie es nun einmal war.

Ich habe kahle Stellen und einen spärlichen Haaransatz. Als Frau lebe ich mit den stereotypen Schönheitsidealen ein Doppelleben. War es nicht schon hart genug, eine Abfuhr zu erhalten? Und das ausgerechnet von jemandem, den ich tief liebte und um den ich mich sorgte?

Mit der brutalen Einsicht in mein Doppelleben – verursacht durch die Erkrankung, die in mir schlummert – verstand ich: Meine Unvollkommenheit hatte die Liebe verdrängt. Diese tiefe Bindung, die ich mit solcher Leidenschaft aufgebaut hatte, war zerbrochen. Wessen Schuld war das? Meine Gene? Der Mensch, der ging? Die fehlende Heilung? Oder mein Karma? Ich grübelte endlos, suchte einen Schuldigen für das Wrack meines Lebens. Hilflosigkeit lähmte meinen Verstand, während ich verzweifelt versuchte, zu retten, was mir entglitt. Wie konnten bloße kahle Stellen auf meinem Kopf so viel Leid verursachen?

Perücken halfen nur bedingt und verstärkten die innere Zerrissenheit. Tränen brachten keinen Trost. Doch die Worte meiner Mutter linderten den Schmerz in meinem Herzen und Kopf.

Ich mag in den Augen der Gesellschaft nicht 'normal' wirken, nicht wie das typische indische College-Mädchen aussehen – doch das darf mich nicht von meinen Zielen abhalten. Meine Träume werden nicht scheitern, wenn sie mein wahres Ich erblicken. Sie zählen mein Wesen, meine Entwicklung, meinen Mut bei allen Herausforderungen. 'Die Menschen, die für uns bestimmt sind, bleiben durch dick und dünn. Wir müssen sie nicht bitten zu bleiben', sagte sie.

Eines Tages werde ich mich von dieser Hülle befreien, mutig hervortreten, die Angst vor Ablehnung abschütteln. Die Worte meiner Mutter werden mich stärken. Die Furcht vor Blicken, Kritik und Spott wird verblassen. Vielleicht finde ich eine noch tiefere Bindung als die verlorene.

Heute meide ich den Spiegel vielleicht noch, doch eines Tages werde ich selbstbewusst vor ihn treten – ohne Maske – und sagen: 'Ja, ich bin schön!'
(Von Sakschi Verma)