Am 1. Mai 2021 wurde es kritisch: Mayday, Mayday! Mein Mann buchte ein Taxi und überredete mich, ins Krankenhaus zu fahren. Ich fieberte seit Tagen vor Erschöpfung, Paracetamol half nur kurzfristig. Unser Hausarzt drängte auf sofortige Aufnahme.Ich packte hastig das Nötigste, verabschiedete mich von unserer ahnungslosen zweijährigen Tochter – ohne Umarmung, in Obhut unserer treuen Betreuerin – und blinzelte Tränen weg.
Unsere Odyssee begann. Mein Mann hatte ebenfalls Fieber, war aber stabil. Wir fuhren zum AMRI Mukundapur Emergency. Mein Sauerstoffwert war auf 70 % gefallen; ich erhielt Sauerstoff, einen Venenkatheter in der linken Hand und Infusionen. Der Notarzt nannte Werte, die mich schockierten. Kein Bett auf der COVID-Station frei – nur Notfallplatz, solange nichts geräumt wurde. Mein Mann holte mich ab, der Taxifahrer Rabida spendete Mut. Nach unzähligen Anrufen ergatterte er ein Bett im weit entfernten Khudiram-Krankenhaus. Die 1,5-stündige Fahrt war endlos. Während mein Mann die Aufnahme erledigte, durchlief ich eine beängstigende PET/CT-Untersuchung, ähnlich einer MRT. Ich gab mein Handy ab, zog Krankenhauskleidung an und landete in einer halbprivaten Kabine. Der Tag verging ohne Essen.
Die Behandlung umfasste Infusionen, tägliche Injektionen – dreimal Insulinmessungen wegen Steroiden. Ich war bettlägerig, mein Zustand stagnierte. Dr. U., mein behandelnder Arzt, überwachte mich rund um die Uhr mit 24-Stunden-Sauerstoff. Eines Nachts um 23 Uhr fand er mich delirant mit 60 % Sauerstoff: Er brüllte die Schwestern an, setzte sich ans Bett und koordinierte. Das BiPAP-Gerät war traumatisch, mein Atem stockte. Ärzte diskutierten meinen kritischen Fall – ich, die Jüngste, war die Schwerste. Nach Stunden stabilisierte ich mich; zwei Tage BiPAP mit Pausen.
Gerade als es bergauf ging, verschlechterte sich der Zustand meines Mannes. Dr. D. und Dr. S. wiesen ihn ins Apollo Hospital ein. Unsere Tochter blieb allein – würden wir je zurückkehren? Ich wurde entlassen und ebenfalls ins Apollo verlegt, getrennt in Stockwerken.
Im Khudiram danke ich Dr. U., der namenlosen Nachtärztin, Schwester Amita („Mach dir keine Sorgen, ich bin da!“), Pflegekräften Sabitadi, Manashi, Deepa, Salma – unermüdlich trotz Risiken. Gott segne sie!
Im Apollo wartete nach einer einstündigen Krankenwagentransport eine weitere PET/CT. Im Emergency: Stöhnen, Schreie, 8 Stunden Wartezeit auf Bett. Patienten bettelten vergeblich. Um 3:30 Uhr verlegt, halbprivat mit einem älteren Mitpatienten. Tägliche Checks, Infusionen, Remdesivir. Schwestern in PPE-Anzügen – 6 Stunden ohne Pause – motivierten uns. Mein Mann wurde entlassen, verabschiedete sich im Rollstuhl.
Abgeschnitten, tröstete Kabinenkameradin Auntyji mich; wir sind bis heute befreundet. Langsam durfte ich Sauerstoff reduzieren. Schwester Tusi Manna drängte: „Versuch, ohne Maske zu atmen!“ Es fühlte sich wie Wiedergeburt an. Schwestern Mithu, Monalisa, Indira weckten mich um 5 Uhr zum Sonnenaufgang als Symbol. Pantry-Helfer Tapas Das brachte Mahlzeiten mit Humor, Amit Zeitungen; Ernährungsberaterin Jyoti Ghosh sorgte für Köstlichkeiten.
Nach 20 Tagen (zwei Kliniken) grünes Licht: Entlassung mit 10 Tagen Hausisolation. Mein Mann holte mich ab. Tapas servierte bis zum Abendessen. Schwester Sridevi gab die letzte Limcee-Dosis. Um 20:30 Uhr rollte ich hinaus, atmete frische Luft, vereint mit meinem Mann. Taxifahrer Robida brachte mich heim – unser Kind schlief friedlich. Zu unserem 5. Hochzeitstag schenkte uns Gott das Leben zurück.
Die Gebete meiner Familie, die Liebe meines Mannes Soumitro Banerjee und unseres Kindes gaben Kraft. Dieser Bericht aus erster Hand ehrt die Helden, die Leben retteten.