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Dilip Kumar: Persönliche Hommage eines Fans aus Kerala an den Bollywood-Doyen

Dilip Kumar: Persönliche Hommage eines Fans aus Kerala an den Bollywood-DoyenGeschrieben von: V. V. Sundaram

Dilip Kumar, der unbestrittene Doyen von Bollywood und ganz Indien, hat uns verlassen – nach einem erfüllten Leben. Als einer der größten Schauspieler aller Zeiten verdient er diese persönliche Würdigung.

Geboren und aufgewachsen in einem abgelegenen Dorf in Palakkad, Kerala, hatte ich als Jugendlicher kaum Kontakt zu Hindi-Filmen, bis ich nach Delhi zog. Ich fühle mich nicht als ultimativer Experte, doch der Schmerz des Verlusts wiegt schwerer als formale Qualifikationen. Deshalb teile ich hier meine Erinnerungen.

Dilip Kumar war der erste Star, den ich live sah – bevor ich ihn auf der Leinwand erlebte. Es geschah zufällig während eines Endspiels eines großen Fußballturniers auf dem Fort Maidan in Palakkad. In der Halbzeit brach Hektik aus: Dilip Kumar und der tamilische Star Sri Ram waren da, um zuzuschauen. Dilip drehte gerade in Coimbatore (nur 30 Meilen entfernt) für Azaad bei Paksheeraja Studios und nutzte eine Pause für das Spiel.
Wie üblich stürmten alle zu Sri Ram. Dilip Kumar stand offen da, schüttelte Hände. Auch ich drängte mich durch – doch zu Hause prahlte ich nur mit Sri Ram. Meine Freunde hörten gespannt zu.

Genauso zufällig sah ich meinen ersten Dilip-Kumar-Film. Ein älterer Freund lud uns zu Pattaliyin Sabhatham (Die Entschlossenheit der Arbeiterklasse) ein. Der Titel klang fade, die Besetzung unbekannt. Wir lehnten ab, bis er versprach: Wenn es nicht gefällt, gibt's einen zweiten Film gratis. Wir gingen hin – und wollten sofort wiederkommen. Es war Naya Daur, synchronisiert ins Tamil.

Das markierte den Start meiner langjährigen Bewunderung für Dilip Sahib. Ich verpasste danach kaum einen seiner Filme. Als Filmfan sah ich oft Remakes über Sprachgrenzen hinweg – meist bevorzugte ich Originale wie Drishyam (Malayalam). Doch bei Dilip Kumars Werken, ob Original oder Kopie, überstrahlte er alles: Azaad, Ram Aur Shyam, Paigam, Aadmi ... die Liste ist lang. Keine blinde Heldenverehrung, nur faire Einschätzung.

Beim Aadmi-Film ein Anekdote: Dilip unterzeichnete nur mit Studio-Produzenten. Der tamilische Bösewicht Veerappa wollte ihn unbedingt. Er bat Pran, den Hindi-Kollegen, zu vermitteln. Ergebnis: Ein starker Film.

Aus Berichten wissen wir, dass Marlon Brando, Gary Cooper und Spencer Tracy ihn prägten. Indische Idole? Ashok Kumar, Pahari Sanyal, Motilal, Balraj Sahni, Uttam Kumar und Sivaji Ganesan.

Wie Amitabh Bachchan kürzlich sagte: Hindi-Kino teilt sich in Vor- und Nach-Dilip-Kumar-Ära.

Die beste Hommage: Om Shanti, Shanti, Shanti.