Eine Nachricht für meine Mutter an diesem Muttertag (Bild: Shutterstock)
Du magst mein unkonventionelles Verhalten manchmal nicht. Du bist genervt von meinen linksliberalen Ansichten. Meine agnostischen Bemerkungen entmutigen dich. Stimmt's? So ist das eben zwischen einer 20-jährigen Tochter und ihrer Mutter – wir sind uns nicht immer einig. Aber Übereinstimmung ist eine Sache, Liebe eine ganz andere. Nur weil ich deine sozialen Ängste nicht teile oder weil du nicht einverstanden bist, dass ich nach dem Essen nicht abspüle, lieben wir uns nicht weniger.
In einer Welt, die alles objektiv und listenförmig mag, liste ich heute auf, was "Mutter" in meiner Welt so besonders macht. Die Buchstabenanordnung ist wunderschön, auch wenn ich mir manchmal wünsche, das "N" wäre ein "Y" und das "I" käme vor dem "O".
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- Ich liebe deine unglaubliche Stärke, die stärkste Kraft der Welt. Drei Töchter und einen kindlichen Ehemann zu managen ist kein Kinderspiel. Danke, dass du alles aushältst, ohne je zu zeigen, wie "ertragen" es ist.
- Es stört mich, dass du deine Sorgen nicht immer aussprichst. Du grübelst und grübelst. Hör damit auf – das ist nicht gesund.
- Deine Geduld ist bewundernswert, besonders inmitten unserer lauten Familie. Du bist der ruhige Pol, der nicht mitschreit. Meistens.
- Es gefällt mir nicht, wie du ständig bereust, was du gekauft hast, statt dich über das Neue zu freuen. Das Leben ist zu kurz für solche Gedanken. Ich wünschte, ich könnte dir das beibringen (sagt die Übertreiberin).
- Deine Parathas sind die besten der Welt. Punkt.
- Mach nächstes Mal Sambhar, wenn ich drum bitte, und nicht drei Tage später. Nimm mich ernst!
- Du solltest meine Little Black Dresses mögen. Sie stehen mir super. Überleg es dir nochmal.
- Ich komme zu persönlichen Dingen, die ich besser nicht aufschreibe. Lass mich das mit Poesie ausgleichen.
- Immer wenn ich dir meine Gefühle mitteilen muss, denke ich an ein Lied von Tool, das ich dir vielleicht schon gesungen habe. Diese zwei Zeilen sind tiefer als Ozeane: "Was hab ich getan, um die Tochter eines Engels zu sein? Was hab ich getan, um würdig zu sein? Ich weiß es immer noch nicht."
- Ich weiß nicht, ob alle Mütter so sind, aber du bist der Segen, um den man betet. Möge das "böse" Wesen, das du für mich bist, bei mir bleiben, bis die Ozeane trocken sind. Du bist mein Trost am Ende eines ruhigen Tags, mein Schutz nach dem Hurrikan (Inspiration: Clementine/Gorecki).
Fröhlichen Muttertag, Mama!
Von Sangeeta Soni, Mutter von drei Töchtern und mit jahrelanger Erfahrung in familiären Dynamiken.
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