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Können Liebe und Grausamkeit Hand in Hand gehen? Eine echte Begegnung, die zum Nachdenken anregt

Können Liebe und Grausamkeit Hand in Hand gehen? Eine echte Begegnung, die zum Nachdenken anregtKönnen Liebe und Grausamkeit wirklich nebeneinander existieren? Eines Tages, als ich den Parkplatz betrat, berührte mich ein Anblick zutiefst: Ein schlanker Teenager, der als Parkwächter arbeitete, fütterte einen alten Hund. Vielleicht teilte er seinen kargen Verdienst mit Keksen für die Streunerhunde der Nachbarschaft. Dieser Moment hellte meinen Tag auf.

Als ich die Parkgebühr bezahlte, fragte ich ihn, ob er den Hund täglich füttere.

"Oh! Das ist Laali. Sie ist alt, aber sehr schelmisch. Ich füttere sie, wann immer ich selbst genug zu essen habe“, sagte er – und trat den alten Hund, der hinkend davonschlurfte.
Ich war fassungslos. Gerade noch voller Fürsorge, wurde dieser Junge plötzlich grausam. Als er einen Stock aufhob, um nach dem Hund zu werfen, hielt ich ihn zurück: „Tu das nie wieder – weder einem Hund noch einem Menschen!“

Er blickte mich irritiert an, lachte seltsam und meinte: „Arre aap pareshan maat ho. Mein toh wohi kaar raha hoon jo zindagi mere saath karti hain“ (Keine Sorge. Ich tue nur, was das Leben mit mir tut). Seine Worte verrieten eine tiefe Lebensangst, geprägt von Schmerz. Ich verließ den Ort, ohne mehr zu sagen.

Dieser Vorfall ließ mich grübeln: Ist das Leben ein Ketteffekt? Werden wir durch das, was uns widerfährt, geformt? Der Junge rechtfertigte seine Grausamkeit damit, dass das Leben grausam zu ihm sei. Vielleicht hatte er nie echte Güte erlebt und spiegelte sie so wider.

Wir hören das oft: Ein missbrauchtes Kind wird Täter. Ein eifersüchtiger Liebhaber mordet. Wie passen Liebe und Grausamkeit zusammen?

Vielleicht finde ich keine endgültige Antwort. Doch wenn das Universum durch Wellen funktioniert, warum nicht Wellen der Güte erzeugen? Beim nächsten Mal grüße ich den Jungen freundlich und zeige ihm: Die Welt kann gut sein. Lass diese Welle sich ausbreiten – nicht die der Negativität.

– von Sandhya Menon