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Verrat in der arrangierten Ehe: Meine Geschichte von Liebe und Herzschmerz

Verrat in der arrangierten Ehe: Meine Geschichte von Liebe und Herzschmerz Repräsentationsbild

Ich war wie viele junge Frauen aus einem bürgerlichen Elternhaus. Während ich meinen Master an einer Fernuniversität absolvierte, suchten meine Eltern den idealen Partner für mich. Bald fanden sie einen passenden Kandidaten: Der Sohn einer angesehenen Familie, der in einer anderen Stadt bei einem renommierten multinationalen Unternehmen arbeitete. Alles schien perfekt – sogar der Hochzeitstermin war nur sechs Monate entfernt.

Bei der Hochzeitszeremonie verhielt er sich jedoch seltsam. Auf meine Nachfrage erklärte er es mit Müdigkeit. Zu Hause nach der Feier kümmerte er sich um mich eher aus Pflichtgefühl denn aus Liebe. Ich schob es auf die arrangierte Ehe und machte mir keine großen Sorgen. Zunächst lebten wir einen Monat bei seinen Eltern, dann zog er für seinen Job in die Stadt.

Auch nach sieben Monaten Ehe schickte man mich nicht zu ihm. Auf meine Frage antwortete er, es sei der Wunsch seiner Eltern, und wir dürften nichts ohne ihre Zustimmung unternehmen.

Nach vielen Überredungskünsten zog ich schließlich zu ihm. Doch selbst dort wich er mir aus, kam sehr spät von der Arbeit heim und erklärte es mit Überstunden. Er war nur zum Essen und Schlafen da.

Später kam die Wahrheit ans Licht: Er hatte eine Affäre mit einer anderen Frau und war nur unter familiärem Druck geheiratet worden. Seine Familie schien mich nur ausgenutzt zu haben, damit er sein Glück mit der anderen leben konnte.

Früher fürchtete ich arrangierte Ehen. Doch ich verliebte mich in den von meiner Familie Auserwählten. Er hinterließ mir ein gebrochenes Herz. Heute traue ich niemandem mehr. Ich gab alles für ihn und seine Familie – und erhielt nur Hass und Unfreundlichkeit.

– von Sonu Jain