Es ist niemals in Ordnung, dass dich jemand schlägt! (Repräsentatives Bild)Ich hätte nicht ruhig bleiben sollen, als er mich das erste Mal ohrfeigte. Vielleicht wusste ich es damals einfach nicht besser. Ich war mit einem Jungen aus dem College zusammen – er war zunächst mein bester Freund, bevor er mein Partner wurde. Irgendwann änderte sich alles in dieser Übergangsphase.
Kurz nach Beziehungsbeginn wurde mir klar, dass wir besser als Freunde geblieben wären. Doch er sah das anders und überschüttete mich mit Geschenken, Komplimenten und intensiver Aufmerksamkeit, um die Beziehung aufrechtzuerhalten. Trotzdem nagte ein ungutes Gefühl in mir: Das würde nicht gut enden.
Eines Tages sah er mich mit einem Kommilitonen sprechen, der mir früher seine Liebe gestanden hatte. Wütend nannte er mich eine Schlampe und ohrfeigte mich in einer Autorikscha. Ich war fassungslos, sprachlos. Tränen rannen mir übers Gesicht, während er mich weiter beschimpfte. Ich war kein schwaches Mädchen – ich hätte zurückschlagen können. Aber etwas hielt mich davon ab.
Am nächsten Tag entschuldigte er sich. Doch in mir war etwas zerbrochen. Zu Hause hatte ich nie erlebt, dass mein Vater meine Mutter schlug – das passte einfach nicht zu mir.
Ein bis zwei Monate später wollten Schulfreundinnen mich treffen. Als ich es ihm sagte, bestand er darauf, mitzukommen. Ich war noch nicht bereit, ihn vorzustellen, und log, ich würde mit meinen Eltern ins Kino gehen. Nach dem Film stand er unerwartet mit einem Freund da und bestand darauf, mich und meine Freundinnen heimzufahren. Im Auto explodierte er: Schreie, Beleidigungen. Ich erklärte, meine Schulfreunde kennten meine Familie und ich wollte unsere Beziehung geheim halten. Das machte es schlimmer – ein harter Schlag folgte. Ich wehrte mich, doch er traf mich erneut und schrie weiter. Geschockt stieg ich aus und ging.
Nach diesem Vorfall mied ich ihn. Das College endete bald, was es leichter machte. Doch er lauerte plötzlich vor dem Campus oder sogar vor meinem Haus auf.
Eines Tages stellte ich klar: Ich bin weitergezogen. Wir trafen uns beim Mittagessen nahe einem Markt. Im Auto erinnerte mich alles an die erste Ohrfeige. Ich ließ ihn parken und sagte draußen: "Das geht nicht mehr!" Er schrie, verdrehte meinen Arm öffentlich. Mit aller Kraft befreite ich mich und schlug ihm fest ins Gesicht – seine Wange glühte rot.
Ich nahm ein Taxi und fuhr heim. Ja, ich hatte Angst, aber ich fühlte mich befreit. Er textete: "Ich lasse dich nicht gehen, Schatz." Ich antwortete: "Versuch's! Ich wähle die 100!" Das klärte alles.
Heute teile ich diese Geschichte, um zu betonen: Gewalt ist nie in Ordnung. Auch nicht, wenn Liebe im Spiel ist. Niemals!
– Von Anonym