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Mit 37 Jahren promovierte ich am IIT Bombay: Hoffnung und Träume kennen kein Ablaufdatum

Mit 37 Jahren promovierte ich am IIT Bombay: Hoffnung und Träume kennen kein Ablaufdatum Repräsentatives Bild

Als promovierte Biotechnologin und außserordentliche Professorin am IIT Bombay hätte ich mir das nie träumen lassen – doch 2011, im stolzen Alter von 37 Jahren, schloss ich meine Promotion erfolgreich ab. Meine Geschichte ist geprägt von Rückschlägen und unerschütterlicher Entschlossenheit.

Aus einer gebildeten bengalischen Familie in Kolkata kommend, behinderten familiäre und finanzielle Krisen meinen Weg früh. Nach dem M.Tech-Abschluss in Biotechnologie an der Jadavpur University begann ich ein PhD-Programm am IICB Kolkata, brach es jedoch nach dem Tod meines Mentors ab und unterrichtete an einer Ingenieurschule in Bengalen.

Kurze Zeit später zwang uns der Verkauf des Familienbesitzes zu einem Neuanfang fernab des städtischen Lebens. Erschöpft und melancholisch wechselte ich in die F&E-Abteilung von MAHYCO in Aurangabad. Dort, in der Ruhe der Kleinstadt, plante ich meinen Neustart: eine Promotion in Biotechnologie. Doch mit über 32 Jahren hatte ich die Altersgrenze für viele Stipendien überschritten.

In Indien boten nur wenige Institutionen wie IITs, IISc, NBRC Gurgaon und JNU Chancen für Ältere. Ermutigt von meinen eigenen Studenten, die an Top-Unis promovierten, bewarb ich mich bei IIT Bombay, NBRC und JNU. Angesichts der Konkurrenz und meines Alters plagten mich Zweifel – doch ich wollte meinen Traum vom Doktortitel leben.

IIT Bombay gab mir die Gelegenheit. Am 4. Dezember 2006 erschien ich zum Vorstellungsgespräch. Die Professoren waren überrascht von der 32-jährigen Bewerberin, stellten fundierte Biotech-Fragen und fragten nach meiner Ausdauer: „Werden Sie mit Jüngeren mithalten und pünktlich abschließen?“ Mein Enthusiasmus überzeugte – ich wurde als Merit-1-Kandidatin mit Teaching Assistantship für vier Jahre aufgenommen und startete im Januar 2007.

Im Labor von Prof. Dulal Panda forschte ich zu Zellteilungsproteinen mit innovativen Techniken wie Hochleistungsmikroskopie und Zellkulturen. Anfangs saugte ich Kursen in Zellbiologie bei – peinlich unter viel Jüngeren. Mein Hostel-Leben in Hostel 8 war turbulent; bald zog ich zu Doktoranden. Ich integrierte mich: Freundschaften mit Prabhakar, Dhruba und Vinay, nächtliche Aloo Parathas, Badminton und eine 700-GB-Filmsammlung via DC++.

Die E-Library und Zentralbibliothek wurden mein Refugium; ich sammelte Tausende Artikel. Akademisch glänzte ich: Fünf Peer-Review-Publikationen, ein Nature-Brief. 2009 präsentierte ich ein Poster in Zürich – dank IIT-Unterstützung. Prof. Panda, Patankar, Bhat, Rao und Srivastava prägten mich nachhaltig.

Trotz Herausforderungen – Demütigungen durch Jüngere, gesellschaftlicher Druck als unverheiratete 35-Jährige – hielt ich durch. Festivals wie Mood I und Techfest lockerten auf.

2011 reichte ich meine Thesis ein, sicherte mir via Campus-Placement einen Job in Hyderabad und lehre heute als Assistenzprofessorin für Biotechnologie am St. Xavier’s College Mumbai (aktuell außserordentliche Professorin an der School of Engineering, Ajeenkya DY Patil University, Pune).

IIT Bombay öffnete Türen, als andere zuschlugen. Es bewies: Alter ist kein Hindernis.

Mein Rat aus jahrelanger Erfahrung:
1. Geben Sie nie auf.
2. Hören Sie nicht auf zu träumen.
3. Glauben Sie an Ihre Träume.
4. Erfahrung zählt mehr als Alter.
5. Lernen Sie lebenslang.
6. Mischen Sie sich unter Jüngere – lernen Sie von ihnen.

– Dr. Biswa Prasun Chatterji, außserordentliche Professorin, School of Engineering, Ajeenkya DY Patil University, Pune.