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Keine emotionale Verbindung zum Ehemann: Als werdende Mutter ratlos – Expertenrat von Dr. Kedar Tilwe

Keine emotionale Verbindung zum Ehemann: Als werdende Mutter ratlos – Expertenrat von Dr. Kedar Tilwe Leserfrage: Hallo! Ich bin 36 Jahre alt und seit sieben Jahren verheiratet. Unsere Ehe war eine arrangierte Online-Beziehung: Wir lernten uns im Internet kennen, passten äußerlich gut zusammen und heirateten innerhalb eines Jahres mit Einverständnis unserer Eltern. Erst das Zusammenleben offenbarte unsere tiefgreifenden Charakterunterschiede. Äußerlich ähnlich, innerlich Welten entfernt. In der Ehe geht es um Anpassung und Kompromisse – ich habe viel geändert, um mich einzufügen. Dennoch fühle ich mich nach Jahren emotional nicht mit meinem Mann verbunden. Sex war nie erfüllend. Er ist emotional verschlossen und ausdruckslos. Ich weiß, man kann niemanden grundlegend verändern – das wurde mir erst nach der Hochzeit klar. Beim Anpassen habe ich Teile von mir verloren. Nun die neueste Entwicklung: Ich bin schwanger mit unserem ersten Kind. Große Angst vor einer emotional armen Umgebung für das Baby. Kein Weg zurück, aber wie stelle ich mich darauf ein? Lange war ich depressiv, jetzt ängstlich. Bitte kein Rat, mit meinem Mann zu reden – das bringt nichts. Was soll ich tun? – Anonym

Antwort von Dr. Kedar Tilwe, Psychiater und Sexologe am Hiranandani Hospital (Fortis Network), Vashi:

Liebe Leserin, jede Ehe – ob arrangiert, Liebesheirate oder Scheinehe – bringt Unvereinbarkeiten mit sich. Diese erfordern Anpassung von beiden Seiten. Besonders herausfordernd, wenn der Partner introvertiert und emotional distanziert ist. Sie haben enorme Resilienz bewiesen, indem Sie Kompromisse eingingen und Ihre Ehe stabilisierten – wenn auch auf Kosten Ihrer eigenen Gewohnheiten.

Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft! Das erste Kind ist ein Meilenstein. Studien zeigen: Beim ersten Anblick des Babys entsteht bei Eltern natürlicherweise eine tiefe Bindung. Das kann zu mehr Ruhe führen und motiviert, eine sichere, liebevolle Umgebung zu schaffen. Hoffen wir, dass dies Ihren Mann öffnet und Ihre Beziehung stärkt.

Sie werden Ihr Kind aufziehen, leiten und eine nährende Umgebung bieten – mit Ihrer bewiesenen Stärke sind Sie bestens gerüstet. Schaffen Sie Sinn, indem Sie sich auf die Mutterschaft konzentrieren. Nach der Geburt könnten Sie beruflich wieder einsteigen, um finanzielle Unabhängigkeit zu gewinnen. Nutzen Sie Ihr natürliches Support-Netzwerk: Familie, Freunde, Kollegen. Bei Depressionen oder Angst: Suchen Sie zeitnah einen Psychiater auf für professionelle Hilfe.

Dr. Kedar Tilwe, Psychiater und Sexologe, Hiranandani Hospital, Vashi – Fortis Network Hospital.

Sie brauchen Beziehungsberatung? Schreiben Sie an: expertadvice.toi@gmail.com