"Hör auf zu hupen!", rief ich einem Autofahrer zu. Auf dem Heimweg vom Unterricht war Stau an der Tagesordnung – und das Hupen dazu. Während ich mir einen Weg durch den Verkehr bahnte, fiel mein Blick auf einen Mann, der einen überladenen Wagen zog. Die Last war eindeutig zu schwer, doch er gab nicht auf. In diesem Moment lernte ich von ihm die Lektion der Beharrlichkeit: Egal wie schwierig es scheint, niemals aufgeben.
Plötzlich bemerkte ich seine bloßen Füße – keine Schuhe, keine Pantoffeln. Gerade zuvor hatte ich Glasscherben auf der Straße gesehen. Der Gedanke, dass er sich verletzen könnte, berührte mich tief. Ich war so vertieft, dass ich den Verkehr hinter mir blockierte.
Ich folgte ihm und konnte nicht an mich halten: „Hey, hast du keine Schuhe? Du könntest dich verletzen!“ Er lächelte und erklärte, er verdiene so wenig, dass er nur eine Mahlzeit pro Tag für seine Kinder stemmen könne. Verletzte Füße seien da zweitrangig. In diesem Augenblick fühlte ich mich machtlos – all die Male, in denen ich Geld für unnütze Launen verschwendet hatte, kamen mir in den Sinn.
Da fiel mir das Taschengeld ein, das mir meine Mutter heute gegeben hatte. Ich konnte nicht all seine Probleme lösen, aber ein Paar Flip-Flops schon. „Warte kurz“, bat ich ihn. Ich kaufte das Beste, was ich mir leisten konnte, und reichte es ihm. Tränen rannen über seine Wangen; er wollte meine Füße berühren, doch ich hielt ihn zurück.
Die Freude in seinen Augen brachte auch mich zum Weinen. Zu Hause notierte ich in mein Tagebuch: „Ich habe meinen Teil beigetragen!“
(Von Vanshika Agrawal)
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