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Brauche ich einen Frauentag, um meine Weiblichkeit zu feiern? Die wahre Bedeutung des 8. März

Brauche ich einen Frauentag, um meine Weiblichkeit zu feiern? Die wahre Bedeutung des 8. MärzRepräsentatives Bild. Mit allem Respekt vor den Feierlichkeiten und Emotionen zum Internationalen Frauentag bezweifle ich, ob viele Menschen die tatsächliche Bedeutung dieses Tages für Frauen kennen.

Gestern erlebte ich in der U-Bahn eine amüsante Szene. Ein zierliches Mädchen neben mir wirkte äußerst nervös. Durch ihr Telefonat wurde klar: Ihr Freund hatte für den Frauentag ein opulentes Date geplant, und sie sorgte sich um das passende Kleid – ohne Zeit für Einkäufe.

Zu Hause wartete eine weitere Überraschung: Meine Cousine stürmte herein, voller Pläne für eine Frauentags-Party mit Freundinnen und lud mich ein.
„Was macht den Frauentag so besonders, dass alle feiern?“, fragte ich.

„Hör auf, Spielverderber zu sein! Kommst du?“

„Gerne, wenn du mir sagst, warum wir ihn feiern.“

„Es ist ein Tag, um die Weiblichkeit zu feiern!“, erwiderte sie knapp.

„Weißt du, dass Frauen früher nicht wählen durften und dieser Tag damit zusammenhängt?“

„Äh, ja klar. Muss ich dir das erklären?“

Sie war ertappt. Viele feiern den Frauentag, ohne seine historische Tiefe zu kennen. Am 8. März 1917 streikten Frauen in Russland für das Wahlrecht – der Ausgangspunkt. Dort wurde es Nationalfeiertag, später von den Vereinten Nationen zum Internationalen Frauentag erklärt.

Dank der Opfer und Proteste von Millionen Frauen genießen wir heute Rechte wie das Wahlrecht. Das ist die wahre Essenz der Weiblichkeit: Der Kampf für Schwesternrechte und gegenseitige Unterstützung. Leider übersehen viele diesen Geist.

Ich brauche keinen speziellen Tag, um mich als Frau zu fühlen. Doch wir sollten ihn nutzen, um jene zu ehren, die ihn möglich machten – für eine Welt, in der Frauen frei ihre Rechte ausüben können. Dafür bin ich ewig dankbar.

Alles Gute zum Frauentag!

– Von R. K. Kashyap