Repräsentatives BildDas Wochenende stand bevor, und ich freute mich schon lange darauf. Voller Vorfreude schwang ich mich auf meinen Roller und fuhr nach Hause.
Es war ein kalter Winterabend. Eine kühle Brise strich mir übers Gesicht, während ich fuhr, und ein heller Funke erhellte die Umgebung – rückblickend sicher ein Spiegel meiner inneren Freude. Ich war wie im Rausch. Plötzlich zerriss ein lautes Geräusch die Stille, und ich fand mich auf der Straße wieder – buchstäblich auf dem Gesicht. Es dauerte einen Moment, bis ich realisierte, was passiert war. Schnell rappelte ich mich auf und griff nach meinem Roller.
Einige Passanten hatten den Sturz bemerkt. Einer parkte meinen Roller sicher am Randstein. Sie wirkten besorgt um meinen heftigen Fall. Ich spielte es herunter, unsicher, ob ich verletzt war. Doch sie sahen, was ich übersah: Blut rann über mein Gesicht. In den wenigen Minuten mit ihnen versicherte ich, dass ich nah genug zu Hause sei und den Rest schaffen würde. Nach einigem Überreden prüften sie den Roller und ließen mich fahren.
Zu Hause im Spiegel erkannte ich den Grund für ihre Sorge: Mein Gesicht war stark verletzt, geschwollen und blutig – ein Anblick, der Zuschauer erschrecken ließ. In den folgenden Tagen erregten die Wunden viel Aufmerksamkeit, und viele warnten vor bleibenden Narben. Die Zeit verging, die Verletzungen heilten, doch die Mahnungen nahmen zu. Eines Tages musterte ich sie genau und erkannte ihren wahren Wert.
Im Spiegel dankte ich meinem Glücksstern. Ich zählte meine Segnungen: die hilfsbereiten Menschen vor Ort, die Kräfte, die Schlimmeres verhindert hatten, und die glänzenden Narben nah am rechten Auge, zwischen den Brauen und über den Lippen. Die Menschen, die mich pflegten. Nun, über einen Monat später, umarme ich diese Narben jedes Mal, wenn ich sie sehe – mit Stolz. Sie sind eine sichtbare Erinnerung an die schützende Kraft, die über uns wacht. Sie gehören mir.
– Von Nikita Gupta