Repräsentatives BildAls erfahrene Mutter kann ich sagen: Meine Schwangerschaft mit Riaan war alles andere als einfach. Ein Monat Bettruhe, unzählige detaillierte Ultraschalluntersuchungen und endlose Übelkeitsattacken – die neun Monate vergingen wie im Flug. Schwangere Frauen erleben eine besondere Art von Rücksichtnahme: Türen öffnen sich schneller, Sitzplätze werden freigegeben, und die Welt macht Platz. Ich fühlte mich wie ein geschützter Riese inmitten des Alltags.
Meine Gynäkologin warnte mich vor einem möglichen Kaiserschnitt, nannte sogar einen ungefähren Termin und informierte meine Familie über das Klinikaufnahmeritual. Doch Riaan ließ sich nicht beirren. Er hörte unser Gespräch mit und entschied sich, eine Woche vor dem geplanten Termin zu kommen – am 8. Januar.
Um 4 Uhr morgens wachte ich mit einem dumpfen Unterleibsschmerz auf, der bis 8 Uhr anhielt. Meine Fruchtblase war geplatzt, ohne dass ich es groß bemerkt hatte – kein dramatisches Spektakel wie in Filmen. Meine Mutter fuhr mich ins Krankenhaus, ohne mir zu verraten, dass die Wehen bereits eingesetzt hatten, um mich zu schonen. Um 9 Uhr bestätigte meine Ärztin mit ihrem Team die Wehen. Um 10 Uhr war ich im Kreißsaal, und um 12:15 Uhr erblickte mein Sohn das Licht der Welt. Die letzten zwei Stunden waren intensiv – eine Epiduralanästhesie wurde mir verweigert, was den Schmerz verschärfte. In meiner Erschöpfung griff ich sogar nach allem in Reichweite.
Meine ersten Worte, als ich erfuhr, es sei ein Junge? „Verlieb dich jetzt nicht in eine Hexe!“ Heute, fast einen Monat später, haben sich meine mütterlichen Instinkte etwas beruhigt. Keine Beförderung, kein Preis kann das Gefühl übertreffen, Mutter zu sein. Riaan ist mein größtes Meisterwerk, und ich bin stolz darauf. Ich weiß, er wird mich so lieben, wie ich bin.
– Von Gayatri Bhadran