Repräsentatives BildDas Leben in der modernen Welt fordert starke Nerven. Die Zeile aus dem Kultfilm „3 Idiots“ hallt oft in mir nach: „Das Leben ist ein Rennen. Rennst du nicht, wirst du wie ein zerbrochenes Ei des Koels.“ Zwar zum Lachen gedacht, doch sie trifft den Kern des Rattenrennens, in dem wir alle stecken – geprägt von der Kindheitsidee, die Besten zu sein.
Ich habe die Angewohnheit, zu viel nachzudenken, was schmerzhaft sein kann. Doch der beste Umgang mit dem Leben: Konsequenzen außerhalb unserer Kontrolle ignorieren. In der Schule war ich kein Streber – 60 % machten mich happy, Hauptsache bestanden. Als Teenager hieß es „essen, trinken, spielen“. Lernen nur, wenn nötig, denn ich wusste meine Grenzen. Ich war glücklich, weil Erwartungen realistisch waren.
Mit dem Erwachsenwerden kam der Druck. Das fette, glückliche Kind verschwand; stattdessen Obsession für Materielles: iPhones, Autos, Auslandsreisen, Beförderungen, Geld, Beziehungen. Ich schaffte es: iPhone, großer SUV, Luxusreisen, Fünf-Sterne-Hotels. War ich glücklich? Die Wahrheit: Nein. Mein eigener Materialismus-Dämon hielt mich gefangen.
Wir leben in einer Welt, wo Hunde fressen – viele sind weniger privilegiert. Ich dachte an jene, die nie geflogen sind. Eines Tages fragte ich unser Dienstmädchen, seit Jahren bei uns: Zufrieden mit ihrem Leben? 30 Jahre, 10 Stunden Putzen täglich, untere Mittelklasse? Sie lächelte: „Gott ist gnädig, ich kann jährlich mein Dorf besuchen.“ Ihr Geld sicherte Kindern gute Schulen und Mannes Medikamente – er bettlägerig. Zufriedenheit durch erfüllte Pflichten und Arbeit.
Ob sie keine Klimaanlage vermisse? „Du vermisst nicht, was du nie hattest!“ Hätte ich das früher verinnerlicht, hätte Chicken Biryani gereicht.
– Von Siddha E. Pandya