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Die Geburt meines Neffen: Der Moment seines ersten Lächelns

Die Geburt meines Neffen: Der Moment seines ersten Lächelns

Repräsentatives Bild

Meine ältere Schwester befand sich in einem kritischen Zustand, als sie ihr zweites Kind erwartete. Die Entbindung erfolgte per Kaiserschnitt am 16. Juli 2019.

Meine Mutter und ich waren im Krankenhaus. Nach 15 bis 20 Minuten bat mein Schwager uns, in die Nähe des Aufzugs zu kommen. Die Operation fand im zweiten Stock statt, der nur eingeschränkt zugänglich war. Doch statt uns wegzuschicken, präsentierten sie uns ein winziges Baby in der grünen Krankenhausdecke. Mit halb geöffneten Augen blickte es uns an. Es war ein Junge – mein zweiter Neffe. Zur Beobachtung kam er zunächst auf die neonatologische Intensivstation (NICU).

Nach Stunden ging ich als Familienmitglied zu meiner Schwester. Während mein Schwager eine Pause machte, rief er mich: Sie brauchten jemanden von uns. Mit Überschuhen und Kopfkappe betrat ich die Station. Meine Schwester war die Erste, sie zitterte stark – ein normaler Effekt der nachlassenden Narkose. Aus Erfahrung wusste ich das und blieb ruhig. Ihre erste Frage: „Hat er Haare auf dem Kopf?“ Ein Zeichen, dass es ihr gut ging.

Später schauten wir uns das Baby an. Mein Schwager seufzte: „Oh mein Gott, noch ein Junge!“ Er hatte sich eine Tochter gewünscht. Doch das Leben gibt oft Besseres. Nach zwei Stunden kamen Mutter und Sohn in unser Zimmer. Der Arzt ordnete Blutzuckerkontrollen vor jeder Fütterung an. Die Schwester pikste in seine winzigen Füße – schmerzhaft anzusehen, doch notwendig. Sein Wert schwankte, daher verbrachte er die Nacht auf der Neugeborenen-Intensivstation.

Obwohl er nur fünf Stunden bei uns war, vermisste ich ihn sofort. Am nächsten Morgen kam er zurück, die Kontrollen blieben. Ich fütterte ihn mit Formelmilch, da meine Schwester noch nicht konnte. Sein Gewichtsverlust war höher als üblich. Der Arzt versuchte vergeblich, ihn zu füttern. „Du hast einen sturen Jungen“, sagte er. Mit Geduld – Schüssel und Löffel, eine Stunde pro Mahlzeit – gelang es mir.

Meine Schwester half mit, als es ihr besser ging. Am dritten Tag trug ich ihn, sprach mit ihm – und er lächelte bewusst zum ersten Mal. Eine Bindung fürs Leben. Am nächsten Tag durften sie nach Hause. Der Arzt war zufrieden. Dieser geduldige Kleine heißt Dhairya.

Von Isha Jain