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Glücklich, geliebt zu haben – trotz des schmerzhaften Verlusts meiner Großeltern

Glücklich, geliebt zu haben – trotz des schmerzhaften Verlusts meiner GroßelternGeschrieben von Ipsa Arora

„Hallo Opa, wie geht es dir?“

„Hallo Schatz, mir geht es nicht gut. Ich bin vor ein paar Minuten im Vorgarten gestürzt. Jetzt liege ich auf dem Bett und kann nicht mehr gehen.“

Dies war unser letztes Gespräch am 8. Oktober 2020 – nur wenige Sekunden lang. Ich dachte, sein Sturz sei eine Folge des Alters, informierte meine Eltern und widmete mich wieder der Arbeit.

Am nächsten Tag, gegen 15 Uhr, rief mein Onkel an: Meine Großmutter mütterlicherseits war verstorben. Sie war jahrelang bettlägerig gewesen. Wir hatten mit angesehen, wie sie verfiel – vom selbstständigen Gehen bis hin zur Pflege durch eine Krankenschwester. Doch so sehr wir auch litten, wir konnten sie nicht loslassen. Ihr Tod traf die Familie hart. In Pandemiezeiten durften nur meine Eltern die letzte Ölung vornehmen; mein Bruder und ich blieben zu Hause.

Am 10. Oktober wurde mir morgens schwindelig – teils durch die Schreckensnachrichten, teils aus unbekannten Gründen. Gegen 15 Uhr, genau 24 Stunden später, klopfte mein Bruder an die Tür: „Komm schnell raus!“ „Opa ist nicht mehr“, sagte er. Mein Großvater väterlicherseits, mit dem ich vor zwei Tagen gesprochen hatte, war gegangen. Ich brach zusammen und weinte stundenlang. In nur zwei Tagen hatte ich alle vier Großeltern verloren – nach dem Tod meines Großvaters mütterlicherseits vor sechs Jahren und meiner Großmutter väterlicherseits vor 11 Monaten.

„Das Leben wird nie wieder dasselbe sein“, hallte es in meinem Kopf. Mein Leben hatte sich immer um meine Großeltern väterlicherseits gedreht. Trotz des Umzugs in eine andere Stadt in der Kindheit blieb unsere Bindung eng. Jedes Fest, jeder Anlass drehte sich um Besuche bei ihnen. Nun war Opa fort. So viel Unausgesprochenes: Geschichten aus seiner Jugend, meine Zukunftspläne.

Seit dem Tod meiner Großmutter wusste ich, dass er ihr bald folgen würde. Doch so plötzlich, ohne Abschied? Ich bereute, das Telefonat am 8. Oktober hinausgezögert zu haben. Täglich hatte ich anrufen wollen, doch Ausreden drängten sich auf: „Zu spät, er schläft“ oder „Er ist beschäftigt“. Zum Glück rief ich an – und er nahm ab, trotz Schmerzen. Diese Sekunden waren ein Geschenk. Ohne sie hätte Schuld mich zerfressen.

Die folgenden Tage waren quälend. Allein mit meinem Bruder zu Hause, lenkte ich mich mit Kochen ab – oft misslang es. Nächte voller Tränen. Freunde wurden zu meiner Stütze. Meine Freundin Anki tröstete täglich stundenlang trotz Zeitzonenunterschieds: „Sie sind an einem besseren Ort, frei von Leiden.“ Kay gab mir eine neue Perspektive: „Du warst glücklich, geliebt und verloren zu haben. Ich kenne diese Liebe nicht – habe meinen Opa nie gesehen.“ Sie weinte als Kind um die Liebe, die sie vermisste. Ich war gesegnet mit unzähligen gemeinsamen Tagen.

In tiefster Trauer hilft nichts wirklich. Doch liebevolle Menschen spenden Trost. Sie versprechen Unterstützung durch die Stürme – und es geht vorüber. Bald weint man nicht mehr um den Verlust, sondern feiert das gelebte Leben. Erinnerungen bringen Erfüllungstränen statt Trauer.

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